Die Administration der Stadt Schichany, in der angeblich der Giftstoff entwickelt worden sein soll, den London als „Nowitschok“ bezeichnet, hat den britischen Medien für ihre „Werbung“ gedankt und ist der Ansicht, dass dies für das Heranziehen von Investitionen genutzt werden muss.
„Es hat doch bislang keiner Schichany gekannt, bis die britischen Medien Werbung für uns gemacht haben. Diese Möglichkeit muss genutzt werden, um Investitionen für die Stadt zu gewinnen“, erklärte Stadtoberhaupt Andrej Tatarinow gegenüber Sputnik.
Zuvor hatte die Zeitung „The Times“ berichtet, dass die britischen Geheimdienste als vermeintlichen Herstellungsort der Substanz, mit der der Ex-Oberst der russischen Militäraufklärung GRU und Überläufer Sergej Skripal vergiftet worden sein soll, das Chemielabor in der russischen Stadt Schichany im Gebiet Saratow genannt hätten. Diese Information war auch in dem Bericht enthalten, den London verbreitet hatte, um seine Bündnispartner davon zu überzeugen, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen.
Der Leiter der Saratower Filiale „Schichany“ des russischen Forschungsinstituts für organische Chemie und Technologien, Andrej Karassjew, hat erklärt, dass es seit dem Jahr 200r „bei ihnen keinerlei Produktion gibt, es ist ein neuer Betrieb, der gemäß der Konvention zur Vernichtung der Chemiewaffen funktioniert“.
In der englischen Stadt Salisbury waren am 4. März der in Russland seinerzeit für Spionage zugunsten Großbritanniens verurteilte GRU-Ex-Mitarbeiter Sergej Skripal, der 2010 im Zuge eines Agentenaustausches freigekommen und nach Großbritannien gegangen war, und seine Tochter Julia vergiftet worden, was einen großen internationalen Skandal auslöste. London behauptet, in die Vergiftung der Skripals mit der Substanz A234, einem Nervengift, sei der russische Staat verwickelt. Moskau hat dies entschieden verneint.