Trump ist der einzige Adressat der Netanjahu-Show

Der Ministerpräsident des «zionistischen Regimes» (gemeint ist Israel) hat mit dem Ziel Einfluß auf den US-Präsidenten zu nehmen, damit dieser aus dem Atomabkommen mit Iran aussteigt, ein weiteres Mal mit einem lächerlichen Szenario die IR Iran beschuldigt, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu besitzen.

Benjamin Netanjahu hat am Montagabend im zionistischen Kriegsministerium eine Live-Show vor den Fernsehkameras gegeben und durch gefälschte Bilder, CDs und Papiere versucht die Islamische Republik Iran eines geheimen Atomwaffenprogramms zu beschuldigen. Er behauptete, dass der Geheimdienst dieses Regimes 55 000 Dokumente bezüglich iranischer Programme für die Erlangung von Atomwaffen beschaffen konnte.

Höhepunkt seiner haltlosen Behauptungen war eine Aufnahme von einer Halle in Shurabad in der Provinz Teheran, wobei er behauptete, dass Iran seine Dokumente für die geheimen Atomaktivitäten dort aufbewahre.

Der Premierminister des zionistischen Regimes, der vor sechs Jahren bei den Vereinten Nationen eine Papierbombe vorführte, und zum Spott der Weltpresse wurde, zeigte am Montagabend einige vage und unrealistische Bilder über das angebliche geheime iranische Atomprogramm, womit er sich bei Verantwortungsträgern und Analytikern verschiedener Länder lächerlich machte.

Carl Bilt, der Leiter des Rates für auswärtige Angelegenheiten der Europäischen Union, schrieb wenige Minuten nach Netanjahus Show auf Twitter: «Der israelische Premierminister legte keine neuen Dokumente über iranische Nuklearaktivitäten vor.»

Julian Borger, Redakteur für internationale Angelegenheiten beim Guardian schrieb ebenfalls auf Twitter, dass die neuen Behauptungen Netanjahus über angebliche geheime Versuche Irans für den Bau einer Atombombe haltlos und überholt seien.

Olli Heinonen, der ehemalige Chefinspektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sagte, nachdem er Netanjahus Präsentation gesehen hatte: «Ich habe gerade viele Bilder gesehen, die ich vorher schon gesehen habe.» «Einige der Bilder, die wir gesehen haben, haben wir im Februar 2008 in einer geschlossenen Sitzung besprochen», fügte Heinonen hinzu und außerdem: «Iran hat das Atomabkommen nicht verletzt.»

Das zionistische Regime und seine Verbündeten versuchen durch die Medien und haltlose Behauptungen eine Atmosphäre für den Rückzug der Amerikaner aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran zu schaffen.

Netanjahu macht diese Behauptungen, während die Internationale Atomenergieagentur seit Beginn der Umsetzung des Gemeinsamen Aktionsplans des Atomabkommens der G5+1 mit Iran im Januar 2016 bishere 10 Berichte abgegeben hat, in der die Überwachung des iranischen Nuklearprogramms sowie die vollständige Einhaltung der Verpflichtungen Irans aus dem JCPOA bestätigt werden.

Auf jeden Fall muss man bis zum 12. Mai warten, um die Wirkung von Netanyahus lächerlicher Show auf seinen einfältigen Adressaten (Donald Trump) festzustellen.

US-Präsident Donald Trump wird am 12. Mai 2018 seine Entscheidung bekannt geben, ob die anti-iranischen Sanktionen  weiter ausgesetzt bleiben oder erneut in Kraft treten, und ob die USA aus dem Atomabkommen -JCPOA- aussteigen oder nicht. Zuvor hatte er mehrfach gedroht, dass wenn der JCPOA nicht korrigiert werde, werden die USA aus dem Vertrag aussteigen.

https://youtu.be/VRu-WFit2W4

(IRNA/ParsToday)