Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat das Atomabkommen mit Iran erneut unterstützt und sich für das Festhalten an dieser internationalen Vereinbarung ausgesprochen.
«Unsere Haltung ist, dass der Vertrag nicht gekündigt wird», sagte die deutsche Kanzlerin am Mittwoch in Berlin.
Merkel forderte außerdem zusätzliche Gespräche über Iran. «Allerdings müsse man die Gespräche ausweiten, weil es Probleme mit dem iranischen Einfluss in Syrien, dem Raketenprogramm und der Frage gibt, was nach dem Ablaufen von Teilen des Atomprogramms geschehen soll», fügte sie hinzu. «Dies sei auch weitgehend die gemeinsame Position in der Europäischen Union», hieß es.
«Wir setzen weiterhin unsere Argumentation über das Festhalten am Atomabkommen neben den Verhandlungen mit Iran fort», hob Merkel hervor.
Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger sowie der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag Norbert Röttgen lehnten darüber hinaus die Behauptungen des Ministerpräsidenten des israelischen Regimes Benjamin Netanjahu ab und bekräftigten das Festhalten am Atomabkommen. «Die angeblichen Beweise für ein iranisches Atomwaffenprogramm seien nicht neu», betonte Ischinger.
Netanjahu hat am Montagabend in einer Propagandashow Iran durch inszenierte Bilder, CDs und Papiere beschuldigt, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu haben. Er verfolgt damit das Ziel, den US-Präsidenten Donald Trump zu ermutigen, damit er aus dem Atomabkommen mit Iran aussteigt. Trump will bis zum 12. Mai entscheiden, ob sein Land aus dem Atomabkommen austreten wird.
Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) hat bisher mindestens 10 Mal bestätigt, dass Iran seine Verpflichtungen aus dem gemeinsamen umfassenden Aktionsplan erfüllt hat. (IRNA/ParsToday)