Italien dürfte als erstes Land aus den gegen Russland verhängten westlichen Sanktionen aussteigen. Diese Ansicht vertrat Dmitri Babitsch, politischer Kommentator des Rundfunksenders Sputnik, am Montag im TV-Sender Zvezda.
Rom denke bereits mit allem Ernst darüber nach.
„Das bestätigen die jüngsten Parlamentswahlen, bei denen die Fünf-Sterne-Bewegung (M5S/Movimento 5 Stelle) und Lega Nord zusammen mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten haben. In ihrem gemeinsamen Programm ist der Verzicht auf Restriktionsmaßnahmen gegen Russland enthalten“, sagte der Experte.
Bei der Wahl vom 4. März hatte die M5S rund ein Drittel der Stimmen bekommen. Zweimonatige Versuche der Bewegung, ein Kabinett zu bilden, scheiterten jedoch. Nun ging M5S mit Lega Nord eine Koalition ein, die den Juraprofessor Giuseppe Conti als Regierungschef vorschlagen wird.
Die regierende Demokratische Partei schnitt nur mit 19 Prozent der Wählerstimmen ab und wechselte in die Opposition.