BP stoppt Zusammenarbeit mit Iran

Das britische Öl-Unternehmen ‘British Petroleum (BP)’ hat die Zusammenarbeit bei einem gemeinsamen Projekt mit Iran in der Nordsee ausgesetzt, bis die US-Sanktionen gegen Iran geklärt werden.

British Petroleum hat zugestimmt, dem britischen Unternehmen Serica Energy seinen Anteil beim gemeinsamen Projekt mit Iran im «Rhum-Gasfeld» in der Nordsee zu verkaufen.

Wie britische Medien gestern berichteten, bassierten die Aktivitäten von BP im «Rhum-Gasfeld» teilweise auf der Erlaubnis der USA.

BP hat nach eigenen Angaben umfangreiche wirtschaftliche Beziehungen mit den USA und versucht daher, die von Washington verhängten anti-iranischen Sanktionen vollständig einzuhalten.

Zuvor schon hat auch der französische Ölkonzern TOTAL seinen Rückzug aus Iran-Projekten bekannt gegeben. Der Konzern teilte mit: Sollte TOTAL keine Sonderfreigabe seitens der US-Regierung erhalten, werde die Zusammenarbeit an dem Iran-Projekt aus dem Jahr 2017 in Anbetracht drohender US-Sanktionen eingestellt.

US-Präsident Donald Trump hat am 8. Mai 2018 den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Umfassenden gemeinsamen Aktionsplan der G 5+1 mit Iran (JCPOA) erklärt und die Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran angekündigt. Er hatte das Atomabkommen zuvor mehrmals als den schlechtesten Deal der USA bezeichnet, der nicht sicherstelle, dass Iran keine Atombombe bauen werde.