Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen befinden sich auf einem seit dem Ende des Kalten Krieges nie dagewesenen Tiefpunkt, was aber mehrere führende US-Geschäftsleute nicht an einer Teilnahme an dem Forum gehindert hat, meldet die Zeitung „Washington Post“.
Laut dem Blatt haben seit 2014, als die USA und die EU Sanktionen wegen der Krim-„Annexion“ gegen Russland verhängt hatten, nicht mehr so viele Personen am St. Petersburger Wirtschaftsforum teilgenommen.
Neben dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, sei sein französischer Amtskollege, Emmanuel Macron, ein Hauptredner der Veranstaltung gewesen. Macron habe die Hoffnung geäußert, dass sein Land in der nächsten Zukunft der größte Investor in die russische Wirtschaft werden würde.
„Eine gegenseitige Isolation wird uns noch mehr voneinander entfernen. Deshalb fahre ich (zum Forum – Anm. d. Red.)“, erklärte der US-Botschafter in Russland, Jon Huntsman, seine Teilnahme.
Der Chef der Abteilung für Garten- und Landwirtschaftstechnik des US-Unternehmens Deere & Co., Mark von Pentz, habe die Verse des Gedichts „Verstehen kann man Russland nicht“ vom berühmten russischen Dichter Fjodor Tjuttschew zitiert. Von Pentz soll zudem hinzufügt haben, dass Russland über ein Potential verfüge, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.
Der Geschäftsleiter von Boeing International, Bertrand-Marc Allen, bezeichnete Russland als einen „Ort für eine langfristige Partnerschaft“.
Der Zeitung zufolge hat der ehemalige russische Botschafter in den USA Sergej Kislijak die sinnvollste Antwort auf die Frage über den heutigen Stand der US-Russland Beziehungen gegeben. „Ich glaube, dass die Menschen, die sich hier versammelt haben, auf ihre Art Vorreiter in den neuen Bedingungen der sich verbessernden Beziehungen zwischen Russland und den USA sind“.