Kiew: „Getöteter“ russischer Journalist erscheint plötzlich auf Pressekonferenz

Überraschende Wende im Fall Arkadi Babtschenko: Der russische TV-Journalist, dessen angebliche Ermordung in Kiew am Dienstag weltweit für Schlagzeilen gesorgt hat, ist offenbar am Leben. Am Mittwoch erschien der 42-Jährige unversehrt auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienstes SBU.

Am Dienstag hatte die ukrainische Polizei mitgeteilt, dass Babtschenko mit Schusswunden am Rücken in seiner Kiewer Wohnung aufgefunden worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei. Russland, andere Staaten und internationale Organisationen verurteilten das Attentat und forderte von Kiew eine Aufklärung.

SBU-Chef Wassil Grizak beschuldigte auf der Pressekonferenz Geheimdienste Russlands, einen Mordanschlag auf Babtschenko in Auftrag gegeben zu haben. Das Attentat sei jedoch durch den SBU verhindert worden.

Der „Drahtzieher“ des Anschlags sei „vor drei Stunden in Kiew“ festgenommen worden, so Grizak auf der Pressekonferenz, die im ukrainischen Fernsehen live übertragen wurde.