Mehr als 23.000 Zivilisten binnen neun Jahren in Afghanistan getötet

In den letzten neun Jahren sind nach Angaben der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechtskommission (AIHRC) 23.103 Zivilisten bei den Auseinandersetzungen in diesem Land ums Leben gekommen und mehr als 40.000 weitere wurden verletzt.

Unter den Opfern befinden sich 4.979 Frauen und 465 Kinder, hieß es im AIHRC-Bericht, den die Vorsitzende der Menschenrechtskommission Sima Samar, am Mittwoch den lokalen Medien zur Verfügung stellte.

Die vorgelegte Zahl umfasse nicht die Soldaten oder Sicherheitskräfte, so Sima Samar weiter.

«59 Prozent der Getöteten seien durch bewaffnete Regierungsgegner ums Leben gekommen, 10 Prozent durch Soldaten, und bewaffnete Unbekannte seien für 20 Prozent der Opfer verantwortlich. Mehr als 11 Prozent der Opfer wurden bei Raketenangriffen insbesondere in den Grenzgebieten getötet», fügte Samar hinzu.

Sie sah die hohe Zahl der Zivilopfer im Land als gefährlich an.

Die AIHRC-Vorsitzende erklärte weiter, dass Folter und Misshandlungen in afghanischen Gefängnissen im letzten Jahr im Vergleich zum Jahr davor um 22 Prozent gesunken seien. Nach ihren Angaben wurden im vergangenen Jahr 79 Folterfälle registriert.

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