Angeblich findet eine Islamisierung in Deutschland ja nicht statt. Doch die Realitäten sehen anders aus. Nun hat das Pestalozzi-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Herne für den Schwimmunterricht mit moslemischen Schülerinnen 20 Burkinis angeschafft.
„Damit hat keiner mehr eine Ausrede, nicht am Unterricht teilzunehmen“, so der Schulleiter Volker Gößling gegenüber der WAZ.
Laut des Rektors sollen bereits 15 Schülerinnen das Angebot genutzt haben. In der Vergangenheit sollen zahlreiche moslemische Schülerinnen wegen religiösen Gründen den Schwimmunterricht verweigert haben, was durch den Zuzug von Asylbewerbern noch verschärft wurde.
Die 400 Euro Anschaffungskosten wurden unter anderem aus einem schulinternen Spendenlauf für Asylbewerber sowie Fördermitteln von Stadt und Land getragen. Während Burkinis kostenlos und in allen Größen an die Schülerinnen verliehen werden, gibt es kein solches Angebot für gängige Badekleidung. Der Vorsitzende des Integrationsrats, Muzaffer Oruc, fand erwartungsgemäß lobende Worte für das Verhalten der Schule: „Wenn junge Frauen aus Glaubensgründen nicht mit Männern schwimmen wollen, muß man das akzeptieren.“ In solchen Fällen sollten Schulen „kultursensibel“ handeln. „Wenn die Schüler fern bleiben, ist das auch keine Integration.“
Kritik gab es dagegen von der Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi. Sie nannte das Vorgehen ein „sehr schlechtes Signal“. Den Mädchen werde durch den Druck der Eltern und das Verhalten der Schule signalisiert: „Wenn ich nicht den Burkini nehme, bin ich eine schlechte Muslimin und ein schlechter Mensch.“ Die Schule hätte besser den betroffenen Schülerinnen und ihren Eltern sagen müssen: „Dies hier ist Deutschland, hier sind Männer und Frauen gleichberechtigt.“