Die schweizerische Staatssekretärin im Außendepartement Pascale Baeriswyl, die nach Teheran gereist ist, teilte mit, Europa dränge Iran dazu, sich weiterhin an Atomabkommen zu halten.
Bei einem Treffen mit dem Sonderassistenten des iranischen Parlamentspräsidenten Hossein Amir-Abdollahian sagte Baeriswyl: „Europa drängt Iran dazu, sich weiterhin an Atomabkommen zu halten und die Fortsetzung der Dialoge und Verhandlungen bleibt als bester Weg, um eine Entscheidung zu treffen und eine Lösung für Probleme zu finden“.
„Die Schweiz, Europäische Union, besonders EU-Troika (Deutschland Frankreich und Großbritannien), haben sich auf die Notwendigkeit der weiteren Umsetzung des internationalen Abkommens geeinigt“, fügte sie hinzu.
Sie verwies auf Irans Rolle im Nahen Osten und sagte: „Die Entwicklungen in der Region, insbesondere die Vernichtung des ISIS in Syrien und im Irak, weisen auf die wichtige Rolle der Islamischen Republik Iran bei der Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region hin“.
**USA bleiben internationalen Abkommen nicht verpflichtet
Mit dem einseitigen Austieg aus dem Nuklearabkommen von 2015 haben die USA bewiesen, dass sie sich nicht an internationale Abkommen halten, sagte Hossein Amir-Abdollahian bei diesem Treffen.
Er fügte hinzu, die Islamische Republik erwarte, dass Europa auf Washingtons mangelndes Engagement reagieren werde und dass Teheran die Entscheidungen und Maßnahmen der europäischen Länder genau beobachte.
Zu regionalen Fragen sagte er, Teheran habe stets die politische Lösung für syrische und jemenitische Krisen unterstützt und lehne eine militärische Intervention der USA und ihrer Verbündeten ab, die regionale Stabilität und Sicherheit bedrohe.