Noch vor Beginn des EU-Gipfels hat der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte gedroht, die geplanten Beschlüsse zur Flüchtlingsfrage zu blockieren – falls seine Forderungen nicht erfüllt werden. Darüber berichten deutsche Medien am Donnerstag.
Er sei bereit, „daraus alle Konsequenzen zu ziehen“, zitiert n-tv.de seine Worte. Dabei bezeichnete er eine solche Blockade als „nicht erwünscht“. Dies sei nur „eine Möglichkeit“.
Conte hatte beim EU-Sondergipfel am Sonntag einen Zehn-Punkte-Plan zur Migrationskrise vorgelegt, in dem er unter anderem die Revidierung der bisherigen EU-Regeln zum Asyl fordert.
Vor allem geht es dabei um die Regel, laut der das Erstankunftsland für Asylbewerber zuständig ist. Italien ist seit Jahren als ein Mittelmeerstaat das Hauptankunftsland für Flüchtlinge.