Syrischer Jude in Berlin zusammengeschlagen — mehrere Platzwunden

Ein 25-jähriger syrischer Jude ist am frühen Samstagmorgen in Berlin-Mitte aus einer Gruppe von zehn Personen heraus angegriffen worden, bestätigte Polizeisprecher Martin Halweg am Sonntag in der deutschen Hauptstadt. Er habe zuvor im Park die Personengruppe angesprochen und um Feuer gebeten. Laut der WELT handelte es sich bei den Tatverdächtigen ebenfalls um Syrer.

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«Allein dieses Fragen um Feuer führte schon einem verbalen Streitgespräch zwischen ihm und Mitgliedern dieser Gruppe. Ein Streitender aus dieser Gruppe entdeckte dann einen Davidstern an der Halskette des 25-Jährigen, riss ihm diesen ab, äußerte sich antisemitisch und schlug ihm mehrmals mit der Faust ins Gesicht», erklärt Halweg. Das Opfer versuchte dann zu fliehen, sackte jedoch wohl aufgrund der vorherigen heftigen Schläge gegen den Kopf zusammen. Daraufhin schlugen und traten mehrere Gruppenmitglieder auf ihn ein. Die Polizei konnte wenig später eine Gruppe von zehn Tatverdächtigen festnehmen, darunter drei Frauen. Nach teilweiser erkennungsdienstlicher Behandlung wurden alle Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Opfer erlitt mehrere Platzwunden am Kopf, konnte aber nach medizinischer Versorgung das Krankenhaus wieder verlassen. «Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung mit antisemitischem Hintergrund», schloss Halweg ab.