Der vom Westen geplante Hybridkrieg auf der Krim ist gescheitert, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu gegenüber der italienischen Zeitung „Il Giornale“.
„Anschuldigungen gegen Russland (wegen eines Hybridkrieges – Anm. d. Red.) wurden in US-amerikanischen und britischen Medien nach dem missglückten Versuch erhoben, ein derartiges Schema auf der Krim umzusetzen. Wir haben den Kollegen aus Übersee einfach die Möglichkeit genommen, solche Maßnahmen auf der Krim zu unternehmen. Im Gegensatz dazu wurde dort ein Referendum durchgeführt, bei dem die Menschen ungehindert und, beiläufig gesagt, in Anwesenheit von Hunderten Medienvertretern aus den USA über den Austritt aus der Ukraine und die Wiedervereinigung mit Russland entschieden haben“, so der Verteidigungsminister.
Schoigu zählte die Anzeichen für die hybride Kriegführung auf der Schwarzmeer-Halbinsel 2014 durch Washington auf. „Auch europäische Länder waren an den hybriden Handlungen passiv beteiligt“, fügte der Minister hinzu.
Schoigu verwies auf eine inkonsequente Herangehensweise der USA bezüglich der Anerkennung der Unabhängigkeit von Staaten, speziell von Kosovo. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wegen der Einmischung der Nato habe Kosovo kein Gesamtreferendum durchgeführt und sei gleich nach einer einfachen Parlamentsabstimmung von Washington und Europa anerkannt worden.
„Das geschah ohne Berücksichtigung der Meinung der in Kosovo lebenden Serben und der jugoslawischen Verfassung“, betonte der Minister.
Am 16. März 2014 hat die Krim-Bevölkerung in einem Referendum mehrheitlich für eine Abspaltung von der Ukraine und für eine Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation gestimmt. Zwei Tage später unterzeichneten Russlands Präsident Wladimir Putin und die Regierung der Krim einen Vertrag über die Aufnahme dieser Schwarzmeer-Halbinsel und der Stadt Sewastopol in die Russische Föderation.
Quelle: Sputnik