Außeminister Mohammad Javad Zarif hat das Vorschlagspaket der Europäer bezüglich des Atomabkommens -JCPOA- als nicht zufriedenstellend bezeichnet und sagte: «Natürlich gehen Zusammenarbeit und Gespräche mit den Europäern weiter.»
Außenminister Zarif sagte in einem Interview mit Euronews in Teheran, dass am Donnerstag veröffentlicht wurde: «Wir haben den Europäern die Möglichkeit gegeben, zu prüfen, ob sie das Atomabkommen aufrecht erhalten wollen.»
Und fügte er hinzu» Wir waren Zeuge des politischen Engagements der Europäer. In dieser Hinsicht gibt es auch technische Maßnahmen, aber das alleine reicht nicht aus.»
Mohammd Javad Zarif erläuterte außerdem, dass es zwei bestimmte Zeitrahmen gebe, beim ersten werde eine Reihe von US-Sanktionen ab August umgesetzt, und der zweite Zeitrahmen gelte für weitere US-Sanktionen ab November. Man werde sehen, wie die Europäer damit umgehen und vollkommen im Einklang damit werde man antworten und man habe dafür schon einen genauen Plan.
Er betonte, Iran dürfe nicht die einzige Seite der Vereinbarung sein, die da hinein investiert, sondern man müsse Zeuge von Aktivitäten und Bankaustausch und Kontoeröffnungen sein. Man müsse Zeuge sein, dass kleine und mittlere europäische Unternehmen nach Iran kommen und mit ihren iranischen Partnern in der Privatwirtschaft und mit anderen Handel treiben.
Desweiteren betonte er auch die Notwengigkeit der unabhängigen Entscheidung der Europäer und ergänzte: «Wir müssen sehen, ob die Europäer in der neuen Weltordnung bleiben wollen, einer Ordnung, in der ein Land die letztendlichen Entschlüsse trifft, und die anderen danach handeln müssen, oder nicht.»