Ziel der Attacke auf die russischen Journalisten durch unbekannte Personen war laut dem russischen Außenministerium Raub.
„Wie die ersten Ergebnisse von Ermittlungshandlungen zeigen, wurden die Russen von unbekannten Personen angegriffen und bei dem Versuch, Widerstand zu leisten, getötet“, sagte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.
Ziel der Attacke sei Raub gewesen.
Die ersten Ergebnisse der Ermittlungen zum Todesfall der russischen Journalisten in der Zentralafrikanischen Republik werden am Freitag zusammengefasst.
„Für heute, den 3. August, ist eine Arbeitssitzung mit Teilnahme der Gendarmerie der Zentralafrikanischen Republik und Vertretern der russischen Botschaft Russlands in der Hauptstadt dieses Staates geplant“, so Sacharowa.
Sacharowa fügte hinzu, dass „sich die Russen aus unbekannten Gründen nicht an entsprechende lokale Behörden gewandt haben, um Mitwirkung zu bekommen und die journalistische Akkreditierung zu erhalten“. Außerdem hätten die Journalisten keine Schutzwesten und keine Helme mit entsprechenden Aufschriften genutzt, die ihre Zugehörigkeit zur Presse bestätigen würden.
Die zentralafrikanischen Behörden versprachen ihr zufolge in einem Brief an den russischen Außenminister Sergej Lawrow, alles Mögliche zu unternehmen, um die Mörder der russischen Journalisten zu finden.
Sacharowa erklärte auch, dass der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Faustin Archange Touadéra, seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in einem Telegramm sein Beileid im Zusammenhang mit dem Tod der russischen Journalistengeäußert habe. Er habe die Hoffnung geäußert, dass „die Zentralafrikanische Republik mit russischer Unterstützung den Frieden und die Sicherheit auf dem Territorium (des Landes) wiederaufbauen kann, um ähnliche Zwischenfälle in der Zukunft zu verhindern“.
Am 30. Juli waren in der Zentralafrikanischen Republik die russischen Bürger Kirill Radtschenko, Alexander Rastorgujew und Orchan Dschemal getötet worden. Sie hatten ungültige Presseausweise verschiedener Medien bei sich. Das russische Ermittlungskomitee leitete zu diesem Fall ein Strafverfahren nach dem Artikel „Mord“ ein.
Wie das Zentrum für Verwaltung von Ermittlungen, das die Journalisten auf diese Dienstreise geschickt hatte, mitteilte, haben sie eine Doku über die Präsenz russischer Militärinstrukteure in der Zentralafrikanischen Republik gedreht. Dabei bezeichnete das russische Außenministerium die Medienberichte über Ermittlungen der Aktivitäten eines privaten Militärunternehmens in der Zentralafrikanischen Republik als absurd.
Die Behörde hat nach ihren eigenen Angaben noch im März die Entsendung der Instrukteure in dieses Land mitgeteilt. Die russische Botschaft hilft zurzeit bei der Überführung der Leichname der getöteten russischen Journalisten ins Heimatland. Die Überführung ist für die kommenden Tage geplant.
Die Situation in der Zentralafrikanischen Republik spitzte sich Anfang Dezember 2013 zu, nachdem es in der Hauptstadt der Republik Bangui zu Auseinandersetzungen zwischen der muslimischen Rebellengruppe „Seleka“ und christlichen Milizen gekommen war. Nach UN-Angaben hat der Konflikt nach dem Stand vom Juli 2018 bereits mehr als 6.000 Menschenleben gekostet. Eine Million Menschen sind demnach obdachlos geworden.
Zuvor wurden auf der Webseite des Konsular-Departements des russischen Außenministeriums Empfehlungen veröffentlicht, dass die Sicherheitskräfte der Zentralafrikanischen Republik „praktisch nicht funktionieren und man deswegen nicht mit ihrer Hilfe rechnen kann, sollte es zu schlimmen Ereignissen kommen“.
Unter anderem teilte das Außenministerium mit, dass die kriminogene Lage in der Zentralafrikanischen Republik zurzeit kompliziert sei. Dort komme es oft zu bewaffneten Plünderungen und Mordanschlägen, Überfällen auf Ausländern. Daher seien Reisen in dieses Land sehr risikoreich und folglich nicht empfehlenswert.
Quelle: Sputnik