Der russische Vizeaußenminister hat die aktuellen Beziehungen zwischen Moskau und Washington als sehr viel schlechter als nur eine kritische Situation beschrieben. Nun erleben Russland und die USA die kälteste Phase der bilateralen Beziehungen, sagte Sergej Ryabkov am Mittwoch in Moskau.
«Jede Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und den USA nach einem Gipfeltreffen in der finnischen Hauptstadt Helsinki hat sich bald zur Enttäuschung gewandelt», hob Ryabkov hervor.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind seit 2014 angespannt. Anlass dafür sind die Erweiterung des Militäreinflusses der Nato- an den russischen Grenzen, der Anschluss der Krim an Russland sowie die Meinungsverschiedenheiten über Syrien.
Die USA und die EU werfen Moskau die Einmischung in die Konflikte in der Ost-Ukraine sowie die Unterstützung für oppositionelle Separatisten zur Annexion der Krim durch Russland vor.
Deshalb haben sie im Jahr 2014 wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen gegen Russland verhängt. Vorwürfe der Spionage sowie Cyberattacken haben ebenso zur Verstärkung der Spannungen zwischen Russland und den westlichen Ländern geführt.
Russland wies die Vorwürfe des Westens stets zurück, Moskaus mische sich in die internen Angelegenheiten europäischer Länder ein und bezeichnete diese Aussagen als haltlos.