Ägyptisches Gericht hat 164 Mitglieder der Muslimbruderschaft auf die Terrorliste gesetzt

Ein Gericht in der ägyptischen Hauptstadt Kairo hat am Sonntag 164 Mitglieder, darunter Anführer der Muslimbruderschaft auf die Terroristenliste gesetzt. Zu den Personen gehören unter anderem Mohammad al-Islambuli, Tariq al-zumar, Asem Abdelmajid, Esam Diab und Majdi Hussein sowie 159 weitere Mitglieder der Muslimbruderschaft. Auch drei Journalisten stehen auf der Liste.

Wie das Gericht in Kairo bekannt gab, wurde das Urteil im Rahmen der Bekämpfung aller Arten von Terrorismus gefällt. Außerdem wurde betont, dass diese Personen sowohl Ägypten wie auch die Bürger und die individuellen Rechte und Freiheiten bedrohen.

Das Kairoer Gericht bezeichnete die Maßnahme als präventiv und zugunsten der ägyptischen Gesellschaft und ordnete zugleich die Beschlagnahme des Vermögens der Beschuldigten an.

Im Juli 2013 wurde der legitime Präsident Muhammad Mursi nach Massenprotesten vom Militär gestürzt und der jetzige Präsident Abdel Fattah A-Sisi übernahm die Macht.

Seit der Absetzung Mursis verfolgen die ägyptischen Behörden Mitglieder der Muslimbruderschaft und bezeichnen sie als Terroristen. Gleichzeitig wurde die Muslimbruderschaft auf die Liste der terroristischen Vereinigungen gesetzt. Die ägyptische Regierung stufte die Muslimbruderschaft somit als illegale Gruppe ein und verbot ihre Aktivitäten.