Ein US-Plan zur Destabilisierung des Nahen Ostens: Die «arabische Nato»

Die Trump-Administration will eine sunnitisch dominierte „Arabische NATO“ etablieren. Doch das würde die Konflikte in der Region nur noch weiter anheizen. Darüber schreibt Marco Maier, Chefredakteur des Contra Magazins.

Wenn man die ganzen Kriege und Konflikte der letzten Jahre betrachtet, die vom US-Establishment während der letzten Jahre entweder initiiert oder unterstützt wurden, wird deutlich, welches Ziel dahinter steckt:

Egal ob die Besetzung des Iraks, der zweite israelische Krieg gegen den Libanon oder auch die Regime-Change-Bemühungen in Syrien – sie alle sollten dazu dienen, die Sunniten und die Schiiten noch stärker aufeinander zu hetzen.

Doch diese Strategie ist bislang weitestgehend gescheitert. Deshalb kommt nun ein anderer Schachzug: Die Gründung einer „Arabischen NATO“, um so einen Konfessionskrieg weiterhin fördern zu können.

Immerhin geht es hierbei um einen Stellvertreterkrieg gegen den schiitischen Iran. Wie schon damals beim Irak-Iran-Krieg (als Saddam Hussein noch ein Alliierter der USA war) geht es den US-Eliten eigentlich nur darum, dass möglichst vor allem Araber, Iraner & Co sich gegenseitig abschlachten und man dann schlussendlich als „Befreier“ antanzen kann.

Ein paar Millionen tote Araber und Iraner – wen interessiert das in Washington, New York & Co schon? Niemanden.

Zudem will Trump ja auch die Waffenverkäufe in die Region weiter ankurbeln. Das arabische (Blut-)Geld ist in den Vereinigten Staaten herzlich willkommen. Immerhin ist die Rüstungsindustrie die einige wirklich starke verbliebene Industrie des Landes. Das darf man nicht vergessen.

Auch nicht vergessen darf man, dass eine solche „Arabische NATO“ auch ähnliche Ziele hat wie jene der westlichen NATO: Russland zu begegnen. Denn Moskau hat mit den Interventionen in Syrien und den guten Beziehungen zum Irak, zum Iran und zum Libanon eine für die US-Ziele kritische Stärke in der Region erreicht.

Genauso wie der Versuch Chinas, diese Länder in die Planungen der Neuen Seidenstraße einzubinden, was den Angloamerikanern und Franzosen, die seit Jahrhunderten das Gebiet von der Levante bis hin nach Südasien dominierten, nicht passt.

Sollte die „Arabische NATO“ bald etabliert werden, hieße dies, dass die ohnehin schon sehr instabile Region die bestehenden sektiererischen Konflikte anheizen wird und dafür sorgt, dass sich noch mehr Kriege ausbreiten – bis dann irgendwann das Hauptziel Iran attackiert wird.

Contra Magazin