Das Außenministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist am Freitag in Mailand ohne konkretes Ergebnis zu Ende gekommen.
Die Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine war ein Hauptschwerpunkt des Treffens. Die europäischen Länder bemühen sich weiterhin um die Lösung des Konflikts zwischen Moskau und Kiew mit Konzentration auf die Frage der Krim-Halbinsel.
Der OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger sagte am Ende des Treffens: «Ich warnte die auf der Konferenz anwesenden Länder offiziell vor den Spannungen zwischen der Ukraine und Russland im Asowschen Meer und forderte alle Seiten auf, sich gegenseitig provozierende Aktionen einzustellen und Gespräche aufzunehmen.» Er erklärte zudem seine Besorgnis über weitere Konflikte in der Ost-Ukraine.
Die Spannungen zwischen Kiew und Moskau wurden verschärft, nachdem drei ukrainische Marineschiffe in die zur Halbinsel Krim gehörigen Gewässer eingedrungen waren und die Meerenge von Kertsch passieren wollten. Der Vorstoß stieß in Moskau auf scharfe Kritik. Russische Militärschiffe stoppten und durchsuchten sie nach dem Zusammenstoß mit der ukrainischen Marine.
Aus Sicht der Ukraine hingegen bedeutet der russische Beschuss und das Kapern dreier ukrainischer Marineschiffe an der Straße von Kertsch die Eskalation in einem seit Jahren andauernden Krieg. Von einer „ukrainischen Provokation“ spricht demgegenüber der russische Präsident Wladimir Putin.
Nach dem Putschversuch der pro-westlichen Gegner der Kiewer Regierung wurden die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine dunklerer. Die Annexion der Krim durch Russland nach einem Referendum im selben Jahr verschärft auch die Spannungen zwischen beiden Ländern.