Der Schweizer Botschafter wurde als Stellvertreter für die USA ins iranische Außenministerium einberufen, um ihm den Protest Irans gegen die Festnahme der Press TV-Reporterin Marzieh Hashemi in den USA zu übermitteln.
Bahram Ghasemi, der Sprecher des iranischen Außenamts sagte, dass aufgrund der langanhaltenden Inhaftierung von Marzieh Hashemi heute der Schweizer Botschafter Markus Leitner ins iranische Außenministerium einbestellt wurde, um ihm den scharfen Protest der IR Iran gegen das Vorgehen der USA zu übermitteln.
Er fügte hinzu, dass man das offizielle Schreiben der Amerika-Abteilung des iranischen Außenministeriums mit dem Protest gegen die unmenschliche und diskriminierende Behandlung durch die amerikanischen Beamten und die lange Inhaftierung der Press TV-Reporterin an den Schweizer Botschafter übergeben und die sofortige und bedingungslose Freilassung von Marzieh Hashemi gefordert habe.
In dem offiziellen Schreiben heißt es auch, dass das Vorgehen der FBI-Beamten und das fragwürdige Schweigen der Verantwortlichen in Washington bezüglich dieser Ereignisse entgegen den internationalen Verpflichtungen sind sowie eine schwerwiegende Verletzungen der Menschenrechte, und die US-Regierung müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Der Schweizer Botschafter Markus Leitner erklärte, dass er den Protest unverzüglich an die US-Regierung weiterleiten, und das Ergebnis dem iranischen Außenministerium zukommenlassen werde.
Am 13. Januar 2019 hat das FBI die amerikanisch-iranische Journalistin, Dokumentarfilmerin und Moderatorin bei Irans englischsprachigem Fernsehsender Press TV, die in die USA gereist war um Familienangehörige zu besuchen, ohne jegliche Anklage festgenommen. Seitdem wird sie in einer Hatanstalt in Washington D.C. festgehalten.