In Venezuela hat der Oppositionsführer Juan Guaidó am Mittwoch vor seinen Anhängern sich selbst zum Interims-Präsidenten erklärt und anschließend vereidigt.
Der US-Präsident Donald Trump hat ihn als Übergangspräsidenten Venezuelas anerkannt. Trump forderte den legalen Präsidenten Venezuelas Nikolas Maduro die Macht überzugeben und drohte dem Sozialisten andernfalls mit schweren Konsequenzen. «Alle Optionen sind auf dem Tisch», sagte der US-Präsident.
Maduro reagierte auch auf die Einmischungen der USA sowie die Aktion des Oppositionsführers, der sich zum Interims-Präsidenten erklärt hat. Er hob hervor, dass er sich nicht ergeben wird. Vor seinen Anhängern in Caracas warf Maduro den USA einen Putschversuch in Venezuela vor. Der legale Präsident Venezuelas erklärte daraufhin, dass sein Land die diplomatischen Beziehungen zu den USA abbrechen. «Das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen», sagte er.
Nach dem gescheiterten Putschversuch durch eine Gruppe von Militärkräften in Venezuela hat das Oberste Gericht (TSJ) am Samstag die Nationalversammlung als illegal bezeichnet und der Präsident der oppositionellen Nationalversammlung Juan Guaidó entmachtet.
Am 10. Januar wird Maduro sich für seine zweite Amtszeit vereidigen. Im vergangenen Mai wurde er mit 68 Prozent der Stimmen zum Präsidenten wiedergewählt.