Der Oberste Gerichtshof Venezuelas hat am Dienstagabend der Forderung des venezolanischen Generalstaatsanwaltes für ein Ausreiseverbot und die Kontensperrung des selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó zugestimmt.
Ebenfalls wurden auf Antrag von Generalstaatsanwalt Tarek William Saab umfangreiche Ermittlungen über Juan Guaidó wegen seiner Aktivitäten gegen die gewählte Regierung des Landes und seinen Beziehungen zum Ausland und zu ausländischen Geheimdiensten begonnen.
Der Gneralstaatsanwalt wirf Guaidó außerdem vor, dass es durch seine Selbsternennung zum Interimspräsidenten zum Ausbruch von Gewalt im Land gekommen sei.
Der Oppositionsführer Guaidó hatte sich am Mittwoch letzter Woche mit offensichtlicher Unterstützung der USA vor seinen Anhängern zum Interimspräsidenten erklärt, was die venezolanische Regierung und das Volk als einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Nicolás Maduro bezeichnen.
Vor dem Antrag des venezolanischen Generalstaatsanwalts hatte die US-Regierung vergangene Woche die Kontrolle über Venezuelas Konten in den USA an Guaidó übertragen. Außenamtssprecher Robert Palladino rief alle Länder zu ähnlichen Schritten auf.
Sehr viele Länder, wie Iran, Russland, China, Kuba, die Türkei, Südafrika und Uruguay, haben das Vorgehen der USA in Venezuela verurteilt und die Notwendigkeit betont, die Souveränität und territoriale Integrität des Landes zu respektieren.