Militär: USA und Südkorea stoppen gemeinsame Manöver

Washington und Pjöngjang haben die vom Machthaber Nordkoreas kritisierten jährlichen gemeinsamen Militärübungen eingestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Tansim.

Es sei ein Teil der Maßnahmen der US-Regierung unter Donald Trump zur Reduzierung der Spannung mit Nordkorea, teilten amerikanische und südkoreanische Regierungsverantwortliche am Sonntag mit. Die Pentagon-Sprecherin Dana White gab in einer Erklärung bekannt, dass diese Entscheidung im Rahmen der diplomatischen Lösung der Nordkorea-Frage getroffen wurde.

Die Beendigung der jährlichen Manöver diene dazu, die diplomatischen Bemühungen zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel voranzutreiben, erklärte auch das südkoreanische Verteidigungsministerium laut der nationalen südkoreanischen Nachrichtenagentur «Yonhap».

Gemäß dem amerikanischen Plan sollen diese jährlichen gemeinsamen Manöver mit Südkorea durch kleinere Übungen ersetzt werden, die sich auf spezifische Trainingsübungen konzentrieren. Seit seinem Amtsantritt hat Trump die Großübungen stets kritisiert und mitgeteilt, dass sie die US-Armee viel kosten.

Die USA und Südkorea hielten in den vergangenen Jahren regelmäßig Militärübungen ab, um ihre Bereitschaft für einen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zu testen. Ihre Frühjahrsmanöver lösten immer wieder heftige Proteste Nordkoreas aus. Das abgesagte Luftmanöver fand jährlich Anfang Dezember in Südkorea statt. An der Übung waren im letzten Jahr 230 Kampfflugzeuge und 12.000 Soldaten aus beiden Ländern beteiligt.