Die französische Regierung hat am Montag die Veranstaltung von Demonstrationen in einigen Gebieten des Landes offiziell für verboten erklärt.
Die wegen der Gewaltausschreitungenbei den Protesten von den möglichen Demonstrationsverboten betroffenen Gebiete sind der Prachtboulevard Champs-Élysées in Paris, und zentrale Plätze in Bordeaux und Toulouse. Gleichzeitig wolle man weiterhin das Demonstrationsrecht schützen, so der französische Ministerpräsident Édouard Philippe. Demonstrationen müssten allerdings ordnungsgemäß angemeldet werden und friedlich sein.
Außerdem müsse Polizeipräsident Delpuech gehen und solle vom Präfekten des Départements Gironde, Didier Lallement, ersetzt werden, hieß es.
Seit 17. November 2018 finden jeden Samstag in Frankreich die sogenannten ‘Gelbwestenproteste’ statt, die sich zunächst gegen die Wirtschaftspolitik Emmanuel Macrons wendeten. Im weiteren Verlauf wurde das kapitalistische System und die soziale Ungerechtigkeit im Land kritisiert.
Laut einer kürzlich vom Odoxa Institut für Radio France und den Le Figaro durchgeführten Umfrage sind drei Viertel der Franzosen mit Macrons Leistung nicht zufrieden.