
Die Staatsanwaltschaft Bochum hat wegen des Verkaufs von deutschen U-Booten an die israelische Marine, wobei Schmiergelder geflossen sein sollen, Ermittlungen eingeleitet.
Es handelt sich dabei um ein zwei Milliarden Dollar schweres Rüstungsgeschäft Tel Avivs mit dem Industriekonzern Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Die Vorwürfe richten sich gegen das Umfeld des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu. Es sollen bei diesem Geschäft Schmiergelder geflossen und Gelder gewaschen worden sein.
Die Staatsanwaltschaft Bochum habe im Zusammenhang mit dem Rüstungsgeschäft ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet, berichtete ein Sprecher der Justizbehörde am Dienstag.
Israel ist einer der größten Kunden von TKMS, und hat in den vergangenen Jahren U-Boote und Korvetten bei dem größten deutschen Schiffsbauer bestellt.
Obwohl es keine direkten Beweise über die Verwicklung Netanjahus gebe, könne er zumindest indirekt vom Rüstungsgeschäft profitiert haben, hieß es.