Salvini spricht von Piraterie

Die maltesische Flotte übernahm die Kontrolle eines von Afrikanern im Mittelmeer erbeuteten Tankers. Das Handelsschiff bestieg Einwanderer der libyschen Küste, die angeblich abgestürzt waren.

Kurz darauf kaperten es die Geretteten und zwangen die Besatzung, den Kurs Richtung Europa zu ändern, berichteten verschiedene internationale Medien. Das Boot, das unter der Flagge Palaus fährt, soll demnach 108 Personen an Bord haben. Derzeit wird es von der maltesischen Marine Richtung Europa eskortiert.

Italiens Innenminister Matteo Salvini erteilte einer Aufnahme der illegalen Einwanderer eine Absage. „Ihr könnt vergessen, nach Italien zu kommen“, sagte er in einer Videobotschaft. Es sei offenkundig, „daß es hier nicht um arme Schiffbrüchige, sondern um einen kriminellen Menschenhandel geht. Jetzt werden sogar private Schiffe entführt“, entrüstete sich der Lega-Politiker. Die Afrikaner nannte er „Piraten“.

Die italienische Nichtregierungsorganisation „Mediterranea Saving Humans“ hat laut Kronen-Zeitung eine andere Sicht der Dinge. Für sie sind die Afrikaner Menschen auf der Flucht vor „libyschen Konzentrationslagern“. Es sei Italiens Pflicht, sie aufzunehmen.

 

 

Quelle: Junge Freiheit

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