Wahlen in der Ukraine: Oligarch Kolomojskyj meldet sich mit Komiker-Sprechpuppe zurück

In der Ukraine hat der erste Durchgang der Präsidentschaftswahlen keine Entscheidung gebracht. Während Amtsinhaber Poroschenko hart abgestraft wurde und nur noch auf 16,2 Prozent kam, schaffte es der jüdische Komiker Wladimir Selenskyi überraschend auf 30,5 Prozent.

Selenskyi spielt seit Jahren in der Comedyserie „Diener des Volkes“ einen erfolgreichen Präsidenten, der erfolgreich den Kampf mit der korrupten Machtelite aufnimmt.

Beobachter halten es allerdings für plausibel, daß Selenskyi, der sich politisch bislang nur mit einem unklar-liberalen Kurs positionierte, eine Marionette des einschlägig bekannten, in Israel lebenden jüdischen Oligarchen Ihor Kolomoiskyi ist. Denn in Kolomoiskyis Sender „1 + 1“ verkündete Selenskyi in der Silvesternacht überraschend seine Kandidatur. Hierauf dauerte es keinen Monat, bis der „Clown aus Krywyj Rih“ (in der Südukraine), wie Selenskyi sich selbstironisch selbst bezeichnete, die Umfragen anführte.

Der russische Senator Franz Klinzewitsch, Mitglied im einflußreichen Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten, nennt Selenskyi denn auch eine „Katze im Sack“. Dieser selbst hat angekündigt, Kremlchef Putin gegenüber selbstbewußt auftreten zu wollen. Er hat Rußland zur Rückgabe der Schwarzmeer-Halbinsel Krim aufgefordert.

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