Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will, dass mehr US-Truppen in Deutschland bleiben.
Die Präsenz von US-Streitkräften in Deutschland liegt im beiderseitigen Sicherheitsinteresse. Hinweise, daß das in den USA anders gesehen wird, liegen mir nicht vor, sagte sie.
Vor einer Woche hat der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, Truppen aus Deutschland abgezogen. Die Vereinigten Staaten wollen ihre Truppen in Polen von 4.500 auf 5.500 aufstocken. US-Präsident Donald Trump kündigte an, keine weiteren Soldaten zu entsenden, sondern 1.000 Menschen innerhalb Europas zu überstellen. Er nannte Deutschland als mögliches Zielland.
Trump hat wiederholt kritisiert, dass Deutschland weniger für seine Streitkräfte ausgibt, als es die NATO-Verpflichtungen erfordern.
Einer aktuellen Umfrage zufolge würden sich 74 Prozent der Deutschen nach dem Abzug amerikanischer Soldaten aus der Bundesrepublik so sicher fühlen wie bisher. Nur 18 Prozent sind besorgt über diese Entscheidung, berichtete Bild am Sonntag unter Berufung auf eine Umfrage des Emnid-Instituts. Gleichzeitig glauben 62 Prozent der Befragten nicht, dass die Bundeswehr Deutschland im Notfall schützen kann.