Putin drängt zum Truppenabzug aus Syrien: «Das gilt generell für alle Staaten»

Der russische Präsident Wladimir Putin drängte dazu, dass alle ausländischen Truppen Syrien verlassen sollen.

„Jeder, der sich illegal auf dem Territorium eines anderen Staates befindet, in diesem Fall Syrien, muss dieses Territorium verlassen. Das gilt generell für alle Staaten. Wenn die zukünftige Führung, also die legitime Führung Syriens, sagt, dass sie die Anwesenheit der russischen Streitkräfte nicht mehr benötigt, gilt dies natürlich auch für die Russische Föderation “, sagte Putin gegenüber Medien vor seinem Staatsbesuch in Saudi-Arabien.

Der Präsident betonte, dass genau dieses Thema derzeit offen mit allen Partnern Russlands erörtert wird.

„Sowohl mit iranischen als auch mit türkischen Partnern haben auch wir wiederholt mit unseren amerikanischen Partnern darüber gesprochen. Und wie ich Ihnen jetzt sage, sage ich meinen Kollegen offen: Das Territorium Syriens sollte von der ausländischen militärischen Präsenzen…befreit werden…“, betonte Putin.

Der russische Präsident forderte zuvor den Iran und Saudi-Arabien auf, das Territorium Syrien nicht als Konfliktfeld zu nutzen. Er betonte auch, dass die Präsenz der US-Streitkräfte in Syrien gegen das Gesetz verstoße.

An dieser Stelle ist daran zu erinnern, dass die Türkei seit fünf Tagen im Nordosten Syriens die Militäroperation „Quelle des Friedens“ («Friedensquelle») gegen kurdische Truppen, unter anderem den Syrisch-Demokratischen Kräfte.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die türkisch-syrische Grenze von den Kurden zu räumen und eine Pufferzone in der syrischen Grenzzone einzurichten Millionen syrischer Flüchtlinge, die sich jetzt in der Türkei befinden. Ankara versichert den Verbündeten (Teheran und Moskau) sowie Damaskus sein Engagement für die Wahrung der territorialen Integrität Syriens.

Der russische Führer erwähnte auch Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und sagte, Moskau verurteile den Angriff, wer auch immer dahinter stünde.

Wladimir Putin fügte hinzu, er betrachte Saudi-Arabien als einen freundschaftlichen russischen Staat und beabsichtige, die Beziehungen zu Riad als einem der wichtigsten Akteure auf dem globalen Energiemarkt auszubauen.

Am 14. September war Saudi-Arabien einem Drohnenangriff auf seine Ölanlagen hilflos ausgesetzt. Houthis aus dem Jemen übernahmen sofort die Verantwortung für den Angriff. Die USA machen allerdings die Iraner für den Angriff verantwortloch, die jedoch jene Anschuldigungen kategorisch zurückweisen.