Terrorverdacht gegen Tschetschenen: Anschlagsserie auf Christlkindlmarkt in Wien geplant

In der Hauptstadt Österreichs wurde ein geplanter Terroranschlag vereitelt. Ein Anhänger der in Russland verbotenen Terrormiliz IS sitzt derzeit in der Justizanstalt Hirtenberg.

Das berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der 24 Jahre alte inhaftierte Tschetschene soll auch Kopf der Terrorzelle in Wien gewesen sein, der mit seinen Anhänger seinen Ausbruch plante und neben Städten in Österreich auch ähnliche Anschläge in Deutschland, Frankreich und Luxemburg geplant haben soll. Die Kommunikation erfolgte trotz Verbot im Gefängnis mit Mobiltelefonen. Zwei weitere Verdächtige im Alter von 25 und 31 Jahren wurden darauf ebenfalls verhaftet.

Das Landesgericht in Wien begründete die Untersuchungshaft damit, dass die Terrorzelle untertauchen könnte, bevor ein Urteil gefallen ist. Die Gruppe geriet nach einem anonymen Hinweis ins Visier der Ermittler.  Daraus resultierten umfangreiche Ermittlungen, Observationen und Telefonüberwachungen. Diese hätten den Verdacht erhärtet. Daraufhin sei es zu den Festnahmen gekommen – wegen „Gefahr in Verzug“, wie es laut der Nachrichtenagentur  aus Justizkreisen hieß.

Immer wieder geräten ehemalige Kämpfer und Islamisten aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien ins Visier der Terrorabwehr. Viele Kriegsverbrecher und Terroristen sind aus Russland in den EU-Raum geflüchtet, wo sie neben kriminellen Machenschaften auch Terroranschläge planen.