Coronavirus hält Deutschland in Atem: Über 190 Infektionen in 13 Bundesländer und die Supermarkt-Regale sind oftmals leer

In Deutschland werden immer mehr Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Die meisten Fälle wurden in Nordrhein-Westfalen registriert.

Ziemlich seltener Anblick in den Supermärkten in Deutschland. Leere Nudelregale und immer weniger Dosen in der Konservenabteilung. Das Ergebnis von Hamsterkäufen, die am Wochenende wohl überall begonnen haben. Auch die Nachfrage für Desinfektionsmittel ist deutlich angestiegen. Lebensmittelhersteller wollen nun mit Mehrarbeit die Engpässe kompensieren. So versucht man zumindest die Bürger zu beruhigen, die sich im Corona-Fieber befinden.

Vom 12. bis 15. März wollte die bekannte Leipziger Buchmesse ihre Tore öffnen. Doch nun sagt die Stadt und die Messeleitung die Veranstaltung ab — wegen Infektionsgefahr.  «Gesundheit und Sicherheit gehen in diesem Fall ganz klar vor», twitterte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Zuvor wurden bereits Messen in München und Berlin gegen Corona-Gefahr am Wochenende abgesagt. Die Zahl der Infizierten stieg von 177 am Wochenende auf 190 Personen.

Bis auf Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem Saarland sind alle Bundesländer betroffen. Über 100 alleine in Nordrhein-Westfalen, mit knapp 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Bundesland. Das Virus hat sich inzwischen europaweit ausgebreitet. In Frankreich sollen sogar Schutzmasken von der Regierung beschlagnahmt worden sein.

Coronavirus ist die geläufigste Bezeichnung für das neuartige Virus aus China, das seit Ende Januar Gegenstand der medialen Berichterstattung ist. Dessen offizieller Name, den die Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegt hat, lautet Sars-CoV-2. Die aus dem Virus resultierende Lungenkrankheit heißt COVID-19.