Die Regierung ergreift drastische Maßnahmen, um die Epidemie der Coronavirus-Infektion COVID-19 einzudämmen.
Morgen wird in Kiew eine totale Quarantäne eingeführt, in deren Zusammenhang Schulen und andere Bildungseinrichtungen geschlossen, Massenveranstaltungen verboten und Unterhaltungszentren in Einkaufszentren geschlossen werden.
Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Witalij Klitschko kündigte in seiner Videobotschaft die Einführung der Quarantäne an. Gleichzeitig behauptet der Politiker, dass diese Maßnahmen präventiver Natur sind, da es in der Stadt selbst angeblich keine Krankheitsfälle gibt. Der Umfang der unternommenen Schritte entspricht jedoch seinen Worten nicht.
«Kindergärten, Kunst- und Sportschulen werden vorübergehend geschlossen. Einschränkungen bei Massenveranstaltungen werden eingeführt: Konzerte, Konferenzen, Filmvorführungen und andere. Unterhaltungskomplexe in Einkaufszentren werden ebenfalls ihre Arbeit einstellen», sagte Klitschko.
Er forderte auch Manager von Großstadtunternehmen auf, den Arbeitsplan für Mitarbeiter mit kleinen Kindern zu überprüfen. Darüber hinaus sagte er, dass die öffentlichen Verkehrsmittel noch nicht gestoppt werden. Stattdessen sollten Fahrzeuge zweimal täglich desinfiziert werden.
Es ist erwähnenswert, dass die Behörden nicht auf Kiew beschränkt sein werden. Die Quarantäne könnte sich bald im ganzen Land ausbreiten. Das Problem wird bereits auf Kabinettsebene gelöst. Und dies trotz der Tatsache, dass offizielle Statistiken nur einen Fall einer Coronavirus-Infektion melden. Vor diesem Hintergrund hielt der stellvertretende Gesundheitsminister Wiktor Ljaschko in Kiew eine Pressekonferenz ab. Während der Veranstaltung durften Journalisten jedoch keine Fragen stellen.
Die Forderungen der Behörden, nicht in Panik zu geraten, sind gescheitert, da die Regierung selbst soziale Spannungen hervorruft. Soziale Netzwerke stellten die Vorwürfe in Frage, dass es in der Ukraine nur eine kranke Person gibt.
«Das Virus ist in ganz Europa verbreitet, aber nicht bei uns. Fantastisches Glück», kommentierte Nikolaj Kapitonenko die Situation. Die Situation in der Ukraine ist in der Tat viel alarmierender. Selbst wenn im Land nur eine Tatsache einer Coronavirus-Infektion tatsächlich erfasst wird, kann die öffentliche Gesundheit die Epidemie einfach nicht bewältigen.