Dies ermöglicht die Bestimmung der effektivsten Dosierung, Häufigkeit und Verabreichungsmethode des Impfstoffs.
Das Vector-Institut in Nowosibirsk, das einen Prototyp des Coronavirus-Impfstoffs entwickelt hat, wird ihn zunächst an den empfindlichsten Labortieren testen — niederen Primaten und Frettchen, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Vector-Instituts für Forschung, Yelena Gavrilova, am Freitag im Fernsehen.
Frühere Berichte wiesen darauf hin, dass Vector einen Prototyp eines Coronavirus-Impfstoffs entwickelt hat. Jetzt wird es an den empfindlichen Labortieren getestet. Dies würde es ermöglichen, die effektivste Dosierung, Häufigkeit und Verabreichungsmethode des Impfstoffs zu bestimmen.
«Derzeit haben wir beide Impfstoffe, die auf bekannten rekombinanten Viren basieren, und synthetische Impfstoffe, die auf sechs verschiedenen technologischen Plattformen entwickelt wurden. Wir haben bereits Experimente mit Tierlabormodellen begonnen. Unmittelbar nachdem wir das lebende Virus in die Hände bekommen hatten, führten wir Studien zur Sensitivität durch Labormodelle, die sich als Frettchen und niedere Primaten herausstellten. Jetzt, da wir Impfstoff-Prototypen haben, testen wir sie an Labortieren «, sagte Gavrilova.
Ende Dezember 2019 informierten die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer bisher unbekannten Lungenentzündung in der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Seitdem wurden Fälle des neuartigen Coronavirus — von der WHO COVID-19 genannt — in mehr als 140 Ländern gemeldet, darunter auch in Russland.
Am 11. März erklärte die WHO den Ausbruch einer globalen Pandemie. Bis jetzt sind weltweit über 230.000 Menschen infiziert und etwa 10.000 sind gestorben. Russland hat bisher 199 Fälle identifiziert.
Das 1974 gegründete Vector Institut für Virologie und Bakterologie ist eine der weltweit größten Organisationen dieser Art. Zunächst wurden tödliche Krankheiten wie Anthrax und Tularämie untersucht. Jetzt entwickelt Vector im Rahmen des Bundesdienstes für die Überwachung des Schutzes der Verbraucherrechte und des menschlichen Wohlbefindens (Rospotrebnadzor, russischer Watchog) Mittel zur Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Insbesondere arbeiten die Spezialisten des Instituts an Impfstoffen gegen Schweinegrippe, HIV und Ebola