COVID-19-Pandemie treibt Prostituierte in Deutschland in die Obdachlosigkeit

Aus Gründen des Infektionsschutzes sind viele Geschäfte in Deutschland geschlossen, auch Bordelle, wo Dirnen gegen Entgelt sexuelle Dienste anbieten. Aus diesem Grund sind viele Sex-ArbeiterInnen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gelandet.

Betroffen sind vor allem EU-Ausländer aus Osteuropa: Polen, Rumänien, Bulgarien und andere Ostblock-Staaten haben ihre Grenzen inzwischen geschlossen, so dass viele Prostituierte nicht mehr zurück können. „Das Coronavirus war eine Katastrophe für mich. Ich habe seit Mitte März kein Einkommen mehr und keinen Platz zum Schlafen“, so eine polnische Prostituierte in Bochum (Ruhrgebiet), die ihre Kunden unter dem Pseudonym Nicole kannten.

Behörden haben im vergangenen Monat die Bordelle nebst den Restaurants und Nachtclubs geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verzögern. Deswegen können viele Personen aus dem Rotlicht-Gewerbe ihre Arbeit nicht mehr ausüben, so dass sie Miete und Lebenserhaltungskosten nicht mehr bezahlen können.