Moskau: Beschränkungen bleiben bestehen, bis ein Impfstoff entdeckt wurde

Michail Muraschko betonte, dass das Risiko einer zweiten Infektionswelle besteht, wenn keine Herdenimmunität gegen das Virus besteht.

Russland wird teilweise einige der restriktiven Maßnahmen beibehalten, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, bis ein Impfstoff gegen die neue Krankheit gefunden wird, sagte der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossiya-24.

«Die restriktiven Maßnahmen müssen ebenfalls schrittweise aufgehoben werden. Einige von ihnen werden jedoch beibehalten, bis medizinische prophylaktische Mittel gefunden sind», sagte er.

Muraschko betonte, dass das Risiko einer zweiten Infektionswelle besteht, wenn keine Herdenimmunität gegen das Virus besteht.

Ende Dezember 2019 informierten chinesische Beamte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer bisher unbekannten Lungenentzündung in der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Seitdem wurden Fälle des neuartigen Coronavirus — von der WHO COVID-19 genannt — in allen Teilen der Welt gemeldet, auch in Russland.

Nach den neuesten Statistiken wurden weltweit über 3.400.000 Menschen infiziert und mehr als 240.000 Todesfälle gemeldet. Bisher wurden in Russland insgesamt 134.687 Coronavirus-Fälle bestätigt, wobei sich 16.639 Patienten von dem Virus erholt haben. Russlands jüngste Daten zeigen landesweit 1.280 Todesfälle. Zuvor hatte die russische Regierung eine Internet-Hotline eingerichtet, um die Öffentlichkeit über die Situation mit Coronaviren auf dem Laufenden zu halten.