Sachsens Ministerpräsident will auch Covid-19-Patienten aus Russland in Deutschland behandeln

In den letzten Monaten nahm Deutschland Patienten auf, die nach einer Coronavirus-Infektion schwer an Covid-19 erkrankt sind. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schlug vor, bei Bedarf auch Patienten aus Russland einzufliegen. Offizielle diplomatische Gespräche gibt es dazu nicht.

Laut Bundesregierung ist es grundsätzlich Sache der Länder darüber zu entscheiden. Kretschmer war der erste, der sich für diesen Vorschlag stark machte: „Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland“, sagte Kretschmer in Anbetracht steil steigender Infektionszahlen in Russland», so der sächsische Ministerpräsident. Auch das Land Berlin wäre bereit, Intensiv-Patienten aus Russland aufzunehmen, nachdem dort steigende Fallzahlen berichtet wurden.

Regierungssprecher Steffen Seibert sprach im Zuge der Aufnahme von Patienten aus Frankreich und Italien von einem «schönen Beispiel» europäischer Solidarität.