Massendemonstrationen von Anhängern und Gegnern des brasilianischen Präsidenten

Massendemonstrationen von Anhängern und Gegnern des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro am Sonntag in Sao Paulo führten zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Rechte Aktivisten, die das Staatsoberhaupt unterstützen, haben seit mehreren Wochen Aktionen auf der zentralen Allee der Metropole Avenida Paulista durchgeführt. Sie fordern die Aufhebung der Coronavirus-Quarantänemaßnahmen, den Rücktritt des Gouverneurs João Doria, die Auflösung des Bundesparlaments und des Verfassungsgerichts.

An diesem Sonntag versammelten sich hier Fans der vier Granden des Fußballs von São Paulo, Corinthians, Palmeiras, Santos und São Paulo, die Banner mit den Slogans «Für Demokratie» trugen.

Infolge eines Gefechts zwischen ideologischen Gegnern setzte die Polizei schließlich Betäubungsgranaten und Tränengas gegen Fußballfans ein. Die Unruhen dauerten etwa zweieinhalb Stunden und endeten mit der Inhaftierung von vier Personen.