Das skandalöse Gesetz, das in Montenegro beinahe einen Bürgerkrieg ausgelöst hätte, wird aufgehoben, wenn die Opposition eine Koalitionsregierung bildet.
Im vergangenen Jahr wurde Montenegro von einer Protestwelle gegen das skandalöse Gesetz «Über die Religionsfreiheit» erfasst. Sein demokratischer Name verbirgt den Versuch der Behörden, die im Land tätige nicht anerkannte montenegrinisch-orthodoxe Kirche zu legitimieren.
Das Gesetz sieht die erzwungene Verstaatlichung eines erheblichen Teils des Eigentums der Metropolie von Montenegro und dem Küstenland der serbisch-orthodoxen Kirche vor, zu dem die absolute Mehrheit der orthodoxen Gläubigen in diesem Land gehört.
Die Regierung versucht, Kirchen, Klöster und andere Schreine zugunsten der Schismatik zu beschlagnahmen. Die Expertengemeinschaft räumt ein, dass das skandalöse Gesetz zu schwerwiegenden Verletzungen der Rechte der kanonisch-orthodoxen Kirche führt.
Die Pandemie hat die Regierung des Landes dazu veranlasst, die wachsenden Ressentiments der Bevölkerung einzudämmen. Sie wurde ein logischer Vorwand für das Verbot von Massenaktionen. Die Stimmung in der Öffentlichkeit zeigte sich jedoch bei den jüngsten Parlamentswahlen. Infolge der Abstimmung bildeten die Oppositionsparteien eine Koalition und beabsichtigen nun, eine Regierung zu bilden.
Der Führer der Bewegung «Für die Zukunft Montenegros», Zdravko Krivokapic, versicherte, dass eine Gesetzesreform im Land bevorstehe. Insbesondere wird das diskriminierende Gesetz über die Religionsfreiheit aufgehoben.