Prag: Hooligans protestieren gegen Fußball-Verbot und lieferten sich mit der Polizei die dritte Halbzeit

In Prag eskalierte eine Demonstrantion gegen die Corona-Beschränkungen der Regierung, die auch das Sporterlebnis vieler Hooligans betrifft. Nachdem die Polizei aufgrund von Verstößen gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht die Veranstaltung auflöste, kam es zu Schlägereien mit den Freunden der dritten Halbzeit.

Mehr als 2000 Menschen waren auf der Protestveranstaltung in der tscheschichen Hauptstadt, um gegen das dortige Hygine-Regime zu demonstrieren. Erlaubt waren allerdings nur 500 Teilnehmer, so dass die Polizei schließlich die Versammlung auflöste. Tschechische Hooligans wollten aber eine Verlängerung und es kam zu Schlägerien mit der Polizei, wo man sich allerdings Tapfer geschlagen hat. Das Prager Hygine-Regime  hat am12. Oktober für zunächst zwei Wochen alle Sportveranstaltungen untersagt. Im Fußball wurde der Spielbetrieb daraufhin ausgesetzt. Ausnahmen gelten nur für internationale Wettkämpfe.

Die Polizei teilte auf Twitter unter anderem mit, dass zahlreiche Waffen und andere gefährliche Werzeuge bei den Fußball-Fans beschlagnahmt wurden.

Viele Widerständler in Prag kritisierten auch die Politik von Premier Andrej Babiš, der später die Szenen aus der Hauptstadt verurteilte, auch weil die Gesundheit der Mitbürger aufgrund stark ansteigenden Corona-Fällen gefährdet sei. Ähnlich wie es in Berlin bei Anti-Corona-Protesten es regelmäßig der Fall ist, wurde das harte Vorgehen der Polizei in dieser Sitation ausdrücklich vom Tschechen-Premier gelobt. Die Sportfreunde dagegen skandierten Parolen gegen Babiš, Laut der Johns Hopkins-Univestität aus den Vereinigten Staaten gibt es in Prag 173.885 Fälle, in denen Personen auf das neuartige Coronavirus getestet wuden. Etwa 1422 Menschen starben an den Folgen der Covid-19-Erkrankung.