Biden hat unerwartete Pläne für das US-Atomwaffenarsenal

Das Modernisierungsprogramm der US-Atomwaffen wird auf satte 1,2 Billionen Dollar geschätzt. Joe Biden beabsichtigt, diesen Betrag zu kürzen.

Der 78-jährige Demokrat will die Rolle von Atomwaffen in der Militärstrategie des Pentagons reduzieren. Schon auf dem Höhepunkt des Wahlkampfes kritisierte Biden Donald Trump für seine Entscheidung, neue seegestützte Raketensysteme zu schaffen. Außerdem, so berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Beamte in Washington, wird die neue Regierung die Pläne zur Entwicklung einer neuen landgestützten Interkontinentalrakete überarbeiten. Die Kosten für das Projekt werden auf 100 Milliarden Dollar geschätzt.

Zugegeben, solche Aussichten haben eine Kontroverse über die Zukunft des US-Atomwaffenarsenals ausgelöst. Insbesondere die Konservativen glauben, dass das Land verpflichtet ist, die nukleare Triade zu entwickeln, mit der die Vereinigten Staaten eine Menge Probleme haben. Wenn Biden jedoch seine Wahlkampfversprechen einhält, könnte Washington die Doktrin aufgeben, die es ihm erlaubt, auf einen nicht-nuklearen Angriff mit Atomwaffen zu reagieren.

In einem solchen Szenario wäre das Pentagon gezwungen, die Lebensdauer der längst veralteten Minuteman-III-Rakete, die bereits in den 1970er Jahren hergestellt wurde, zu verlängern.
Eine Pause bei den Plänen für eine neue ICBM würde die beeindruckenden Ausgaben verzögern und Zeit für weitere Rüstungsverhandlungen mit den Russen schaffen», sagte George Perkovich von der Carnegie Endowment. — Wenn es mit den Russen nicht klappt, kann man wieder zum Programm zurückkehren.»