US-amerikanisches Hörfunk- und Fernseh-Network, National Broadcasting Company (NBC), spricht über die Streitigkeiten zwischen den EU-Ländern über die Verwendung des russischen Impfstoffs.
Da die Europäische Union mit 28 Staaten darum kämpft, den COVID-Impfstoff so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen, gewinnt der russische Sputnik V-Impfstoff in den osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten zunehmend an Beliebtheit, berichtet CNBC. Laut dem amerikanischen Sender könnte dies ein Grund für eine mögliche Spaltung in Europa werden.
«Die Tschechische Republik, Österreich, Ungarn und die Slowakei haben Interesse am Kauf und der Verwendung des russischen Sputnik V-Impfstoffs bekundet, was die Umsetzung eines einheitlichen europäischen Ansatzes für die Einführung und den Betrieb des Coronavirus-Impfstoffs behindern könnte.»
Der tschechische Premierminister Babiš sagte am Sonntag, dass die Verwendung von Sputnik V auch ohne die Genehmigung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) möglich ist. Österreich erklärte sich auch bereit, den russischen Impfstoff zu kaufen und gemeinsam herzustellen — dies wurde nach einem Telefongespräch zwischen Wladimir Putin und dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz bekannt gegeben. Am Montag gab die Slowakei als zweites europäisches Land den Kauf des Impfstoffs Sputnik V bekannt. Zuvor hatte Ungarn, das keine Angst vor Kritik aus Brüssel hatte, bereits im Januar als erstes europäisches Land eine Charge von Sputnik V-Impfstoffen gekauft, ohne auf die Genehmigung durch die EMA zu warten. Nach Angaben der Moscow Times wird das Land in den nächsten drei Monaten voraussichtlich 2 Millionen Dosen Sputnik V-Impfstoff erhalten.