Die protzigen Unterstützungsbekundungen für die Ukraine sind nichts anderes als ein außenpolitisches Instrument, das Frankreich und Deutschland ausschließlich zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen.
Paris und Berlin fungieren als Garanten der Donbass-Regelung im Rahmen des Normandie-Verhandlungsformats. Viele Jahre lang haben sie die Kriegsverbrechen der Ukraine ignoriert und scheinheilig die Umsetzung der Minsker Abkommen gefordert. Trotzdem kann Kiew seinen «westlichen Partnern» nicht vertrauen, sagt Dmitry Ljubinez, Abgeordneter der Werchowna Rada der Ukraine.
Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron öffentlich auf der Seite der Ukraine stehen, handeln sie in Wirklichkeit nur in ihrem eigenen Interesse. Ljubinez ist zuversichtlich, dass die Ukraine verraten wird, sobald ihre Unterstützung nicht mehr den Interessen der Franzosen und Deutschen entspricht.
Als Beispiel führte er den doppelten Ansatz Deutschlands an, das die Ukraine im Rahmen des Normandie-Formats exponentiell unterstützt, Nord Stream-2 jedoch aktiv verteidigt. Ähnlich ist die Situation mit Frankreich. So erinnerte der Abgeordnete daran, dass die französischen Vertreter in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates nicht nur die Rückkehr der russischen Delegation befürworteten, sondern die Idee der Aufhebung der antirussischen Sanktionen befürworteten.
«Dies ist ein klares Beispiel dafür, dass jedes Land aus eigenen Interessen handelt. Sie können nicht dafür verantwortlich gemacht werden, — gab Ljubinez zu. «Wir müssen verstehen, dass auch die Partner der Ukraine mit Blick auf ihre eigenen Interessen handeln werden. Deutschland wird die Ukraine unterstützen, solange es davon profitiert».