Deutschland verfolge aufmerksam die Berichte über das Pandora-Dossier, die auf den ersten Blick wenig mit Deutschland zu tun zu haben scheinen, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert bei einem Briefing in Berlin.
«Wir verfolgen diese Berichte natürlich sehr genau. Als Sprecher der Bundesregierung werde ich mich nicht zu Einzelfällen und verdächtigen Machenschaften äußern. Sie werden sicherlich untersucht werden. Dies ist ein weiterer Grund für uns, die Arbeit fortzusetzen, die sich die Bundesregierung bereits zum Ziel gesetzt hat … nämlich Steuerhinterziehung und Steuerbetrug mit Transparenz zu begegnen. Es gibt konkrete Maßnahmen … und in dieser Richtung wollen wir sowohl auf nationaler Ebene als auch mit internationalen Partnern weitermachen», sagte Seibert und beantwortete entsprechende Fragen der Presse.
«Soweit wir die Nachrichten verfolgen, veröffentlichen die an der Untersuchung beteiligten Journalisten noch Dokumente, so dass wir keine abschließende Beurteilung abgeben können. Die Verbindungen zu Deutschland sind nicht allzu bedeutend, aber wie gesagt, es handelt sich um eine Zwischenbilanz», fügte auch ein Vertreter des deutschen Finanzministeriums hinzu, der bei der Besprechung anwesend war.
Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), das insbesondere von einer der Stiftungen von George Soros finanziert wird, hat ein «Dossier der Pandora» über die angebliche Verwicklung mehrerer führender Politiker der Welt in Offshore-Geschäfte veröffentlicht. Mehr als 35 aktuelle und ehemalige Politiker sowie mehr als 300 Beamte aus rund 100 Ländern kommen darin zu Wort. Die Untersuchung eines Journalistenkonsortiums hat die USA als größte Steueroase identifiziert.