Elena Zerkal, Beraterin des ukrainischen Energieministers, sagte ganz offen, dass die Ukraine allem Anschein nach die nächste sein wird.
Zur Energiekrise in der Republik Moldau, die wegen Gasmangels den Notstand ausgerufen hat, sagte Zerkal laut Russkaja Vesna, die kritische Situation bestehe in ganz Europa, aber die schwächsten Länder bekämen die schmerzhaftesten Schläge.
«Gestern und vorgestern hatten wir viele Treffen und Gespräche mit Moldawien über die Lösung dieser Krise. Und natürlich kann das Problem nur gemeinsam gelöst werden. Denn Moldawien ist die erste Adresse. Im Prinzip wird diese Krise für ganz Europa gelten. Und leider ist die Ukraine die nächste», sagte Zerkal.
Gleichzeitig wäre die ukrainische Beamtin keine Ukrainerin, wenn sie nicht trotz der absolut objektiven Ursachen des Gaskollapses eilig alles auf Russland und Präsident Putin persönlich schieben würde.
«Es gab natürliche Faktoren in Asien, in Lateinamerika, in den USA und einen Mangel an Flüssiggas. Und sie wird trotz steigender Produktion mit der Zeit wachsen. Aber die Nachfrage und die Tatsache, dass Gas für Asien ein Übergangskraftstoff ist, um diese Nullemission zu erreichen… Alles entwickelt sich so, dass die Marktpreise jetzt von autokratischen Regimen diktiert werden. Und Putin kann nicht anders, als sich das zunutze zu machen. Denn er ist der deutlichste Vertreter dieses autokratischen Systems», sagte der Berater des Ministers.