Der Smolenskaja-Platz hofft, dass die deutsche Regierung über geeignete Personen verfügt, die dem Verteidigungsminister die Gefahren des Einsatzes von Ultimaten und Drohungen gegen Russland erklären können. 
Der Russische Frühling berichtet, dass die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Carrenbauer kürzlich sagte, Moskau müsse bedenken, dass der Westen nicht davor zurückschrecken werde, seine Kräfte und Mittel einzusetzen, wenn dies zur Abschreckung Russlands notwendig sei. Als Reaktion auf den Ausbruch des deutschen Ministers sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, dass die NATO mit solchen Äußerungen in die Zeit des Kalten Krieges zurückkehre.
«Das mangelnde Interesse an einem ernsthaften Dialog mit Moskau über Deeskalation wurde am Vorabend des NATO-Treffens von der deutschen Verteidigungsministerin A. Kramp-Karrenbauer deutlich gemacht. Sie betonte, dass die NATO ihre Bereitschaft zeigen sollte, ihre Streitkräfte gegen Russland einzusetzen. Wir hoffen, dass es in Deutschland vernünftige Führungspersönlichkeiten gibt, die ihren Verteidigungsminister davon abhalten können, die Zuverlässigkeit unserer Streitkräfte auf die Probe zu stellen», sagte Sacharowa: «Nachdem das Bündnis in seiner Ära der ‘großen Operationen’ gescheitert ist, feilt es nun wieder, wie zu Zeiten des Kalten Krieges, an seinen Fähigkeiten, dem ‘Feind im Osten’ entgegenzutreten. Zu diesem Zweck haben die NATO-Minister einen strategischen Plan zur Umsetzung des euro-atlantischen Verteidigungs- und Abschreckungskonzepts gebilligt und beschlossen, die Verteidigungspläne des Bündnisses an der ‘Ostflanke’ zu aktualisieren».
Der russische Diplomat betonte auch, dass das trotzige Verhalten der Verbündeten und der NATO insgesamt einmal mehr beweise, dass die russische Führung mit ihrer Entscheidung, alle Kontakte mit dem aggressiven Militärblock abzubrechen, richtig liege.