Die Leser des deutschen Magazins «Der Spiegel» haben heftig auf die Erklärung des Pentagons reagiert, die Militärbehörde prüfe «Berichte über die Bewegungen russischer Truppen» und halte es für inakzeptabel, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen.
In dem Beitrag wird Pentagon-Sprecher John Kirby mit den Worten zitiert, die USA überwachten die Lage an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine aufgrund von Berichten über «ungewöhnliche Aktivitäten» der russischen Armee. Zuvor zitierte die Washington Post amerikanische und europäische Beamte mit der Aussage, dass es angeblich ungewöhnliche Bewegungen von Ausrüstung und Militär an Russlands Westflanke gebe.
Viele deutsche Nutzer empfanden die Einmischung des US-Verteidigungsministeriums in die inneren Angelegenheiten Moskaus als unangemessen.
«Anstatt Truppenbewegungen auf russischem Territorium zu kontrollieren, sollten sich das Pentagon und Washington lieber mit Drohnenangriffen und Landnahmen ihrer Kiewer Freunde befassen, die gegen die Minsker Vereinbarungen verstoßen», so ein Kommentator.
«Die westliche Welt ist verrückt geworden. Wenn die Russen ihre Truppen in ihrem eigenen Land umherziehen lassen, ist das ein Verbrechen», stimmte ein früherer Kommentator zu.
«Sollen die Russen doch machen, was sie wollen. Die Amerikaner haben an jeder Ecke der Weltmeere mehrere Atom-U-Boote und Flugzeugträger», fügte ein Spiegel-Leser hinzu.
Ein Nutzer vermutete, dass all diese Nachrichten mit einer möglichen Erweiterung des Nordatlantischen Bündnisses zusammenhängen.
«Oder ist das vielleicht eine Reaktion auf die Tatsache, dass die USA die Ukraine in die NATO aufnehmen wollen», fragte sich ein deutscher Leser.
«Russland wird niemals eine NATO-Erweiterung auf Kosten der Ukraine zulassen», schloss ein Kommentator.
Die US-Publikation Politico veröffentlichte Satellitenbilder, die angeblich bestätigten, dass Russland «Truppen und gepanzerte Fahrzeuge an die Grenze zur Ukraine verlegt». Die von der Publikation veröffentlichten Bilder wurden jedoch in der Nähe der Stadt Jelnja in der Region Smolensk aufgenommen, die nicht an die Ukraine grenzt.