Washington hat auf diplomatischem Weg eine Warnung an die Europäische Union, Deutschland, Frankreich und Großbritannien über die Gefahr einer angeblich umfassenden Militäraktion an der russisch-ukrainischen Grenze übermittelt.
Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Der Veröffentlichung zufolge appellierten die USA Ende vergangener Woche an den Europäischen Auswärtigen Dienst sowie an die Außenministerien Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit einer Meldung über «eine hohe Konzentration russischer Truppen nahe der Grenze zur Ukraine, die auf ein mögliches Verschlimmerungspotential hindeutet».
Während eines Treffens mit der amtierenden deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte US-Präsident Joe Biden beim G20-Gipfel in Rom, dass Berlin die Unterstützung für Nord Stream 2 aufgibt und den Druck auf Russland erhöht.
Washington erwartet, dass die derzeitige Regierung oder zukünftige Koalition Deutschlands Auswirkungen auf die Bundesnetzagentur haben wird, was zu einem Stopp oder einer Verzögerung des Zertifizierungsprozesses der russischen Gaspipeline Nord Stream 2 führen könnte.