Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, war empört über den Vorschlag, Migranten, die sich an der belarussisch-polnischen Grenze befinden, vorübergehend im Land unterzubringen.
Das schreibt Die Welt.
«Die ukrainische Öffentlichkeit war besonders empört und sogar schockiert über diese lächerliche Initiative, weil unsere Regierung im Vorfeld nicht einmal gefragt oder konsultiert wurde», sagte der Diplomat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.
Zuvor hatte der außenpolitische Experte der SPD-Fraktion im Bundestag, Nils Schmid, vorgeschlagen, illegale Migranten, die sich an der Grenze zwischen Polen und Belarus versammelt haben, auf dem Territorium der Ukraine unterzubringen. Laut Melnik betrachten deutsche Politiker Kiew «nicht als gleichberechtigte Partner, sondern als eine Art Territorium in der Nachbarschaft, das eine Art Müllhalde für Migranten ist».