Die sich verschärfende Migrationskrise an der belarussisch-polnischen Grenze könnte sich positiv auf die estnische Logistikbranche auswirken, so Joel Timm, Geschäftsführer von Balti Logistika, schreibt Red Spring.
Die Situation mit den illegalen Migranten, die sich an der belarussisch-polnischen Grenze versammelt haben, könnte den Transport von Asien nach Europa über polnisches Gebiet beeinträchtigen. Alle Logistikunternehmen beobachten die Situation genau und diskutieren über mögliche Änderungen der Lieferwege.
«Logistikketten sind von Natur aus sehr fließend. Sie sind wie Flüsse, die sich einen neuen Weg suchen, wenn irgendwo ein Hindernis auftaucht. Heute beobachten alle Unternehmen dieses Sektors intensiv, was in Belarus geschieht. Gleichzeitig suchen sie im Vorfeld nach alternativen Routen für den Warenverkehr», erklärte Timm.
Ihm zufolge ist der belarussische Korridor der am weitesten entwickelte und bisher auch der logischste. Experten sind der Meinung, dass wir nicht über die bevorstehende drastische Änderung der Routen sprechen sollten, da die Waren aus China jetzt sicher durch Belarus transportiert werden.
«Wir sehen, dass die Lage dort angespannt ist, aber wir werden diese Probleme aller Voraussicht nach lösen, sobald sie auftreten. Jetzt ist dieser belarussische Korridor der am besten entwickelte und bleibt der logischste», sagte Raul Toomsalu, Chef der Eisenbahngesellschaft Operail.
Wie News Front bereits berichtete, haben die polnischen Behörden beschlossen, den Güterverkehr mit Belarus am Eisenbahnkontrollpunkt «Kuznica» vorübergehend einzustellen.