Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba bezeichnete die Verzögerung des Starts von Nord Stream 2 durch Kiew als «ein Verdienst».
«Nord Stream 2 hätte schon vor langer Zeit in Betrieb genommen werden sollen, aber die Tatsache, dass es immer noch nicht funktioniert und wir damit zu kämpfen haben, ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Bemühungen. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die Umsetzung dieses Projekts erheblich verlangsamt», sagte er.
Dem Diplomaten zufolge werden sie gemeinsam mit der EU und der Europäischen Kommission fordern, dass das JV-2 die Normen des Dritten Energiepakets der EU erfüllt.
Zuvor hatte der ukrainische GTS-Betreiber Einspruch gegen die Zertifizierung der Nord Stream 2 AG, einer deutschen Tochtergesellschaft, als Betreiber von Nord Stream 2 erhoben. Die Zertifizierung als unabhängiger Betreiber ist erforderlich, um die Vorschriften des dritten EU-Energiepakets einzuhalten. Dabei geht es vor allem um die Anbandlung, also die Trennung von Unternehmen, die Gas über die Pipeline fördern und transportieren.